Schlagwort: 80er Jahre

Ian McEwan: Maschinen wie ich

Zwischen 2012 und 2015 produzierte die schwedische Fernsehanstalt SVT zwei Staffeln einer Serie, die unter dem Titel „Real Humans“ auch international durchaus erfolgreich war. Im deutschen Fernsehen lief sie bei Arte. In insgesamt 20 Folgen leuchtet die Serie, die in einer nahen Zukunft in einer schwedischen Kleinstadt spielt , mit viel erzählerischer Geduld und unter weitgehendem Verzicht auf reißerische Effekte die Frage aus, was passiert, wenn Mensch und menschenähnliche Roboter ihren Alltag miteinander teilen.…

Hilmar Klute: Was dann nachher so schön fliegt.

Klute, was dann nachher

Schon nach wenigen Seiten scheint dem Leser unmissverständlich klar, wer dem jungen Mann, der nach einer Dichterexistenz strebt, Vorbild ist: Peter Rühmkorf. Sogar der Titel des Romans zitiert eine Gedichtzeile des großen Lyrikers. Doch im Laufe der Geschichte, die der Ich-Erzähler unterbreitet, gesellen sich andere dazu: Nicolas Born und Ernst Meister etwa.…

Jonas Lüscher: Kraft

Lüscher, Kraft

Botho von Rienäcker, Diederich Heßling, Hans Castorp, Hans Schnier, Anselm Kristlein, Gesine Cresspahl oder auch Michael Berg – man muss diese Namen nur langsam aussprechen, dabei ein wenig den eigenen Gesichtsmuskeln nachspüren und schon entsteht eine Vorstellung, wie jemand aussieht, der so heißt. Mit dem Namen entsteht ein Bild, das da ist, bevor man im Roman etwas über die Figur liest, verfolgt, wie sie sich entwickelt, was mit ihr geschieht.…

Laurent Binet: Die siebte Sprachfunktion

Binet, Sprachfunktion

Verbürgt ist der Unfalltod Roland Barthes‘. Am 25. Februar 1980 war der Schriftsteller und Intellektuelle von einem Kleintransporter überfahren worden und starb einen Monat später an den Folgen seiner schweren Verletzungen. Fiktion ist die Annahme, er habe das Manuskript eines Textes zu einer siebten Sprachfunktion  dabei gehabt, das nun verschwunden ist.…