Leipzig als Lesestadt – Hundemögliches. Martin Walsers Notate

Walser, Notate

Gleich zwei Bücher mit Texten Martin Walsers legt die feine Edition Isele in diesem Jahr auf. Schmale Bände, fast schon Büchlein. Der eine mit Fotos von Isolde Ohlbaum. Sie zeigen Martin Walser mit Hund und haben beinahe schon etwas Portraithaftes. Im anderen werden seine handschriftlichen Aufzeichnungen, einschließlich der Streichungen und Korrekturen, und die Druckfassung synoptisch auf gegenüberliegenden Seiten abgedruckt und mit einem kenntnisreichen Nachwort von Jörg Magenau herausgegeben.… Zum Weiterlesen

Martin Walser: Mädchenleben

Werkzusammenhänge und mehr noch Werkentstehungszusammenhänge öffnen häufig den Blick für Fragen, die sich ansonsten so ohne weiteres nicht einstellen. Sie bieten der Leserin oder dem Leser Anregungen zum erweiterten Verständnis des Textes, die im gelingenden Fall mehr sind als bloße Übungen für germanistische oder literaturwissenschaftliche Analyseexerzitien und die nicht alleine interessant sind für eine Lesegemeinde, die sich auf alles stürzt, was ein Autor oder eine Autorin verfasst.… Zum Weiterlesen

Martin Walser: Ein sterbender Mann

Ich widerspreche!

In seinem persönlich an Martin Walser adressierten, aber natürlich eigentlich an seine Leserinnen und Leser gerichteten  Rezensionsbrief rechnete Tobias Nazemi ziemlich harsch mit Walsers aktuellem Roman Ein sterbender Mann ab. Die seinerseits gewählte Form des Leserbriefs kam offensichtlich gut an und fand reichlich Resonanz. Die Besprechung hatte vieles, was man sich wünscht: sie war durchaus originell, sie war witzig, sie war frech, sie war klar in ihrem Urteil, sie war ohne Scheu vor diesem letzten unserer alten, deutschsprachigen Großschriftsteller (sieht man von Enzensberger vielleicht einmal ab).… Zum Weiterlesen