Gegenwartsliteratur

Friedrich Ani: Der namenmlose Tag

Friedrich Ani: Der namenlose Tag

Würde man gefragt, mit welchen Farbassoziationen man Friedrich Anis Roman verbinden würde, so würde man ganz sicher sofort an die Farbe Grau denken, Grau in nahezu all seinen Abschattierungen. Die dominierende Grundfarbe wäre dabei allerdings nicht Weiß, sondern Schwarz. Selten drängt sich deshalb so stark der Eindruck auf, dass Bucheinband und Buchumschlag zum Erzählten passt

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Christoph Wortberg: Der Ernst des Lebens…

Mein Bruder war ein Held. So endet der Prolog von Christoph Wortmanns Jugendroman, der in wenigen Sätzen eine immer tiefgründigere Definition von Heldentum zu formulieren versucht und schließlich beim Bruder endet. Dann ist ja alles klar, könnte man meinen. Einen Erzähltext, der sich einreiht und Bezug nimmt auf eine hochkarätige Reihe von Bruderzwist-Geschichten habe ich

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Regina Düring: 2 1/2 Gespenster

  „I would prefer not to“ – dieser Ausdruck des Nichtwollens und der radikalen Verweigerung ist zu einer stehenden Redewendung der Literatur geworden. Der Schreiber Bartleby, diese stets schattenhaft bleibende Figur aus Herman Melvilles  1853 erstmalig veröffentlichter Erzählung, ist der Prototyp für all jene, die nicht mittun, mehr noch: die sich eben nicht nur einer

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Sjón: Der Junge, den es nicht gab

Der Junge, den es nicht gab, heißt Máni Steinn, wird aber im Roman durchgängig nur als „der Junge“ bezeichnet, ist im Jahr 1918, in dem die Handlung im Wesentlichen zeitlich spielt, sechzehn Jahre alt, verbrachte seine frühe Kindheit weithin auf einer Leprastation bei Reykjavik und musste erleben, wie seine Mutter an der Krankheit verstarb, wurde

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