Schlagwort: 19. Jahrhundert

Theodor Fontane: Effi Briest

  1. Einführung
  2. Eine später Begegnung
  3. Frühe Uneindeutigkeiten
  4. Vor dem Gespräch
  5. Das Gespräch
  6. Was bleibt
  7. Nachlese

Mein Leben mit Innstetten

Meistens merkt man es ja nicht in dem Augenblick oder in der, relativ gesehen, kurzen Zeitspanne, in der ein Buch gelesen wird, sondern man bemerkt es erst später, dass ein literarischer Text, ein Roman, zu einem Lebensbuch geworden ist.…

Iwan-Michelangelo D’Aprile: Fontane – kurz gefasst

d'Aprile, FontaneAnders denn als großen Wurf kann man d’Apriles Biographie des großen Schriftstellers kaum bezeichnen. Das gilt erst recht, wenn man sie vergleicht mit Regina Dieterles voluminösem Fontane-Buch. Dort eine an eine Personen und Personenverhältnisse orientierte Darstellung, die sich in der Fülle des Kleinteiligen immer wieder zu verlieren droht, hier die Beschränkung auf die Schriftstellerbiographie, die eingebettet wird in die politischen, sozialen und okönomischen Entwicklungen des 19.…

Regina Dieterle: Theodor Fontane – kurz gefasst

Denis Scheck nutzte gleich zweimal die Gelegenheit, um für diese groß angelegte Fontane-Biografie die Trommel zu rühren. In Lesenswert lud er die Verfasserin zum Gespräch, in Druckfrisch stellte er selbst die Biografie begeistert vor. So viel Wirkung in die Breite für Fontane zu ermöglichen, mag freuen, allein die Biografie Regina Dieterles wird so viel Euphorie nicht gerecht.…

Theodor Fontane: L’Adultera

Fontane, L'Adultera

Machen wir uns doch nichts vor! Die Frau, die Mann und Kinder verlässt, hat es ungleich schwerer, dass die Öffentlichkeit ihrem Verhalten Verständnis entgegenbringt, als der Mann, der sich von seiner Familie abwendet. Schnell steht ein vermeintlicher Anspruch auf Rechtfertigung im Raum. Schneller entsteht ein moralischer Vorbehalt, ein zweifelndes Muss-das-denn-sein?, wenn nicht ein empörtes Wie-kann-man-nur!.

Theodor Fontane: Grete Minde. Nach einer altmärkischen Chronik

Fontane, Grete Minde

Die Erinnerung trügt, fast immer. Dieser Umstand ist von solcher Gewissheit, dass es schon fast peinlich wirkt, wenn jemand meint, darauf einmal mehr hinweisen zu müssen. Was anderes aber ist der Moment, in dem das Trügerische der Erinnerung bewusst wird. Ein Zögern entsteht, sei es in der Bewegung, die gerade ausgeführt wird, sei es in dem Satz, den man aussprechen will und nicht zu Ende bekommt, sei es im Gedanken, den man nicht halten kann.…

Heinrich von Kleist: Die Marquise von O…

Kleist, Marquise

Irgendetwas hindert daran, der Marquise von O…, dieser „Dame von vortrefflichen Ruf, und Mutter von mehreren wohlerzogenen Kindern“, wie es gleich am Anfang der Erzählung heißt, zu trauen. Was dieses Misstrauen auslöst, ist schwer zu beschreiben, vielleicht nur zu umkreisen.

Da macht zuerst der Erzähleinstieg stutzig. Warum wird gleich zu Beginn so dick aufgetragen?…