Jan Costin Wagner: Eden
Das Schlimmste, den gewaltsamen Tod des eigenen Kindes aushalten müssen. Jan Costin Wagner hat mit „Eden“ einen bewegenden Roman vorgelegt.
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Das Schlimmste, den gewaltsamen Tod des eigenen Kindes aushalten müssen. Jan Costin Wagner hat mit „Eden“ einen bewegenden Roman vorgelegt.
Kein Mord, augenscheinlich nicht einmal ein 31. Stock! Per Wahlöö schrieb mit „Mord im 31. Stock“ im Jahr 1964 einen dystopischen Kriminalroman von besorgniserregender Aktualität.
Gianni Solla lotet in seinem Roman die Kraft von Freundschaft, Liebe und Bildung, aber auch dessen Schattenseiten auf sensible und ausgesprochen lesenswerte Weise erzählerisch aus.
Laurent Binets „Perspektiven“ liest sich als historischer Krimi in der Form eines spannenden Briefromans. Er bietet aber auch reizvolle darüber hinaus gehende Lesarten an mit Reminiszenzen an die Kunst- und Kulturgeschichte.
Jakob Heins wunderbar heiterer Roman erzählt eine skurrile Geschichte aus dem reichen Fundus deutsch-deutscher Beziehungen. Sie macht durchaus high.
Christoph Hein legt einen Epochenroman vor zur Geschichte der DDR. Aus der Sicht einer politischen Elite geht er nicht nur dem Scheitern dieses Staates nach, sondern versucht. deutlich zu machen, was Geschichte mit dem Einzelnen macht.
Eugen Ruges „Pompeji“ erzählt eine lesenswerte Geschichte über Menschen und ein Gemeinwesen am Rande einer Umweltkatastrophe. Der Wiedererkennungseffekt ist amüsant und zugleich leider nicht unerheblich.
Christoph Hein erzählt stark autobiographisch eine Lebensepisode aus den späten 50er und frühen 60er Jahren in Berlin. Der Roman lässt seine Leserschaft aber unberührt zurück.
George Saunders‘ „Bei Regen in einem Teich schwimmen“ ist ein ausgesprochen unterhaltsames und zugleich tiefgründiges Buch über das Lesen von und das Leben mit Literatur. Es macht die Zusammenhänge sichtbar.
Robert Menasses zweiter Europa-Roman „Die Erweiterung“ erzählt literarisch eindrucksvoll von menschlichen Schicksalen im Malstrom des europäischen Dilemmas.
Regina Esser-Palms „Yoginis“ ist ein Roman, der panoramaartig weibliche Biographien und Lebensentwürfe entwirft, mit Praktiken des Yoga verbindet und alternative Formen des Umgangs miteinander erzählerisch überzeugend aufzeigt.
Wolfgang Borcherts „Die dunklen Könige“ ist leider von bedrängender Aktualität und trotzdem nicht ganz hoffnungslos.
Fontanes kleiner Roman „Stine“ ist vielleicht einer seiner düstersten Beiträge zur Gesellschafts- und Bewusstseinslage im preußischen Deutschland des ausgehenden 19. Jahrhunderts.
Hervé Le Tellier bringt in „Die Anomalie“ ein mit den Naturgesetzen spielendes „Was wäre wenn“ in eine spannende, intellektuell reizvolle und ausgesprochen lesenswerte Romanhandlung.
Kent Harufs zweiter Roman „Ein Sohn der Stadt“ (USA 1990) erzählt eindringlich, wie hilflos die Bewohner der Kleinstadt Holt mit einem Scharlatan umgehen.